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Vatikan

OSRAM rückt den Vatikan ins rechte Licht und leuchtet nicht nur die Sixtinische Kapelle aus, sondern auch den Petersplatz.

Ein lauer Herbstabend in Rom, die Sonne ist bereits untergegangen, etwa hundert Menschen haben sich an diesem Tag, dem 20. Oktober 2016, vor dem Petersdom versammelt. OSRAM-CEO Dr. Olaf Berlien ist gekommen, ebenso Kurienkardinal Giuseppe Bertello und der Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci.

Die Gäste lauschen den Reden der Geistlichen, dann tritt der OSRAM-Vorstandsvorsitzende ans Rednerpult. Die Glocken beginnen zu läuten. Berlien drückt auf einen Knopf, und auf einen Schlag erhellen 132 LED-Fluter den Platz. Das Licht ist so hell, dass man dort auch nachts um drei Uhr noch problemlos ein Buch lesen könnte.

Der Petersplatz in Rom ist der vielleicht berühmteste Platz der Welt, er wurde vor rund 350 Jahren unter Papst Alexander VII. in Auftrag gegeben und vom Architekten Gian Lorenzo Bernini entworfen. Jedes Jahr betreten mehr als zehn Millionen Menschen diesen Ort. 2016, im von Papst Franziskus ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, sollen sogar bis zu 30 Millionen Pilger in den Vatikan gekommen sein. Die Touristen bewundern die Sixtinische Kapelle, die Stanzen des Raffael – und den Petersdom und seinen weltberühmten Vorplatz.

„Kunstlicht ästhetisch zu inszenieren, das ist eine enorme Herausforderung. Es war wichtig, der Historie und der Architektur des Platzes gerecht zu werden.“

Antonio Paolucci,
Direktor der Vatikanischen Museen

2011 wurde der Petersplatz bereits umfassend renoviert – das Lichtkonzept von OSRAM vervollständigt nun die Renovierungsarbeiten durch eine innovative und gleichzeitig effiziente Ausleuchtung. Alle 132 LED-Strahler sind individuell ansteuerbar, um bestimmte Details oder Stimmungen hervorzuheben. Die Lichtfarbe der Strahler unterstreicht zudem den wunderschönen Marmor des Platzes. OSRAM verbindet mit diesem Konzept auch seinen Anspruch an ökologische Nachhaltigkeit: Die hochmodernen LED-Lichter sparen rund 70 Prozent Energie ein.

„Der Petersdom und der Platz waren bisher zwei verschiedene Orte. Durch das neue Beleuchtungs-konzept von OSRAM bilden sie jetzt eine Einheit.“

Dr. Arnold Nesselrath,
Kunsthistoriker

„Der Petersplatz erforderte wirklich unsere ganze Aufmerksamkeit, wir wollten die Architektur nicht überstrahlen, sondern die Charakteristik des Platzes hervorheben“, sagt Carlo Bogani, Projektleiter bei OSRAM in Italien. Um das zu gewährleisten, fanden im Vorfeld viele Besprechungen zwischen OSRAM-Mitarbeitern und den Verantwortlichen im Vatikan statt, aber auch mit Kunsthistorikern, die beratend zur Seite standen. Farbabgleiche und Beleuchtungssimulationen wurden durchgeführt, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Es entstand die Idee, mit dem Kunstlicht einen mondhellen Platz zu simulieren, der für die Besucher möglichst natürlich wirkt.

„Kunstlicht ästhetisch zu inszenieren, das ist eine enorme Herausforderung“, sagt Antonio Paolucci, der Direktor der Vatikanischen Museen. „Es war wichtig, der Historie und der Architektur des Platzes gerecht zu werden.“ Dank perspektivischer Kunstgriffe hatte der Architekt Bernini zwischen 1656 und 1667 nämlich dafür gesorgt, dass die Sicht auf die Kuppel der Peterskirche optisch hervorgehoben wird. Die homogene Ausleuchtung rückt nun auch den Platz selbst ein wenig stärker in den Mittelpunkt.

Für die Installation hat OSRAM keine Mühen gescheut. Es galt nicht nur, die dezente Eingliederung der Leuchten in die Architektur zu berücksichtigen. Die 132, mit einer Sonderfarbe lackierten, LED-Fluter wurden unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen auf dem Dachvorsprung des Säulengangs montiert – über den Köpfen von tausenden Touristen. Die Arbeiter schwebten dabei an Seilen, um die Fluter zu montieren. Insgesamt wurden mehr als fünf Kilometer Kabel über den Petersplatz verlegt – eine unauffällige Installation, für die Besucher ist sie unsichtbar.

Eine besondere Herausforderung war die ungeheure Größe des Platzes von 48.000 Quadratmetern. Der zentrale Durchmesser beträgt 240 Meter. Allein die Balustrade über dem Säulengang wird von 140 Heiligenstatuen gekrönt, die auch bald durch eigene OSRAM-Strahler hervorgehoben werden. Um den Millionen Besuchern auch spätabends und vor allem nachts Komfort und gleichzeitig Sicherheit zu bieten, kann das Beleuchtungsniveau auf bis zu 120 Lux gehoben werden.

Kurienkardinal Giuseppe Bertello spricht auf dem Festakt zur Einweihung des neuen Lichtkonzepts über die Zusammenarbeit zwischen OSRAM und dem Vatikan.

Das ist weitaus heller als die Beleuchtung in Wohnhäusern. „Der Petersdom und der Platz waren bisher zwei verschiedene Orte“, sagt Arnold Nesselrath, Kunsthistoriker und Direktor der Abteilung für byzantinische, mittelalterliche und moderne Kunst an den Vatikanischen Museen. Er glaubt: „Durch das neue Beleuchtungskonzept von OSRAM bilden sie jetzt eine Einheit.“

Für OSRAM ist die Arbeit im Vatikan keine Premiere: Bereits 2014 hat man die frisch renovierte Sixtinische Kapelle mit einem neuen Beleuchtungskonzept versehen, und ganz ähnliche Arbeiten werden bis Ende 2016 auch für die Stanzen des Raffael beendet sein. OSRAM lässt also den Vatikan erstrahlen. Dr. Olaf Berlien ist sich sicher, dass auch wirklich jedes Detail zum Leuchten gebracht wurde: Zur kritischen Prüfung überreichte er dem Kurienkardinal Giuseppe Bertello als Geschenk ein Fernglas.

Der Petersplatz

Der Petersplatz wurde zwischen 1656 und 1667 vom Architekten Gian Lorenzo Bernini erbaut und besteht aus zwei Teilen: Einem trapezförmigen Platz, der direkt an den Petersdom anschließt, und einem ellipsenförmigen Vorplatz, der von zwei Säulengängen eingeschlossen wird. In den Sommermonaten finden auf dem Petersplatz mittwochs die Generalaudienzen von Papst Franziskus statt.

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